Ich bin Musiker, Theaterpädagoge und Kleinkünstler.
Das so zu sagen, wirkt jetzt vielleicht erstmal banal. Ich möchte aber mal ein unscheinbares Ereignis des heutigen Tages zum Anlass nehmen um etwas auszuholen. Mein Freund und jeschätzter Kollege Paul Geigerzähler hat mir heute n paar Bilder geschickt zusammen mit den Worten "Kiek ma meene Reiselektüre. Was haste denn da im Erzgebirge angerichtet?". Das waren diese Bilder...



Der Name "Konny" ist nun also eine popkulturelle Referenz im geschriebenen Wort - wasn Moment!
Ich mag diesen Moment deshalb, weil ich lächerlich lange Schwierigkeiten hatte, mich als das zu bezeichnen, was ich bin. Künstler, Musiker, Theaterpädagoge. Auch ich renne mit so nem Imposter-Syndrom durch die Gegend. Denn eigentlich glaube ich, dass ich seit 23 Jahren die Schule schwänze, arbeitslos bin und nix kann. Es gibt Leute in meinem Umfeld, die mir das nicht glauben wollen, aber so isset. Deswegen sind haptische Beweise für mein Wirken so spannend für mich. Ein Buch - das ist was gesellschaftlich Akzeptiertes. Inhaltlich werfen diese zwei Seiten zwar eher Fragen auf, aber ich hab ja den Kontext nicht und hier gehts auch um was andres. Ich mach mal noch ein Beispiel.
Letztes Jahr habe ich mit meinem Programm "Turgutz - Briefe in A-Moll" unter anderem auch in Leipzig gespielt. Als ich auf den Laden zugelaufen bin, hatte ich nach weit über zwanzig Jahren Bühnenerfahrung ne ganz schön heftige Gänsepelle am ganzen Körper. Denn da bot sich mir dieses Bild:
Ich mein, wenn dein Künstlername an so ner Tafel steht - dann hastes doch geschafft, oder wat?! Dann biste n echter Künstler, und n wertvollet Mitglied der Gesellschaft und allet. Oder nich?